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Ren Nikaido feiert ersten Weltcupsieg in Innsbruck
Japans Ren Nikaido hat den dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee am Bergisel in Innsbruck gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich in einem hochspannenden Wettkampf hauchdünn vor Sloweniens Domen Prevc durch. Für die Österreicher sorgte Stephan Embacher vor heimischem Publikum mit Rang drei für einen weiteren Podestplatz.

Vor ausverkaufter Kulisse mit 21.125 Zuschauern ging der dritte Tourneestopp bei besten Wetterbedingungen über die Bühne. Zum Auftakt geriet der Zeitplan jedoch für einen kurzen Moment ins Wanken, denn nach dem Probedurchgang blieb der Lift stecken. Bilder, die man sonst eher aus Garmisch-Partenkirchen kennt. Die betroffenen Athleten konnten jedoch rechtzeitig per Shuttle ins Springerlager gebracht werden, sodass der Wettkampf planmäßig beginnen konnte.
Bereits nach dem ersten Durchgang zeichnete sich ein extrem enger Kampf um den Tagessieg ab. Stephan Embacher setzte sich mit 139,8 Punkten an die Spitze. Doch gleich vier Springer (Stephan Embacher, Ren Nikaido, Jan Hörl und Domen Prevc) lagen innerhalb von nur 2,5 Punkten. Der Finaldurchgang versprach entsprechend Spannung bis zum letzten Sprung.
Den leicht überraschenden Tagessieg schnappt sich Ren Nikaido aus Japan. Mit Sprüngen auf 131 und 128 Meter sicherte sich der Japaner mit lediglich 0,5 Punkten Vorsprung den Tagessieg. Für Nikaido ist es der erste Weltcupsieg seiner Karriere.
Ren Nikaido nach seinem Sieg: „Also ich habe überhaupt nichts gedacht. Ich bin einfach nur gesprungen, so gut ich kann. Jetzt bin ich einfach sprachlos.“
Ren Nikaido nach seinem Sieg: „Also ich habe überhaupt nichts gedacht. Ich bin einfach nur gesprungen, so gut ich kann. Jetzt bin ich einfach sprachlos.“
Der bislang dominierende Domen Prevc landete mit Weiten von 129,5 und 128 Metern auf Rang zwei. Damit ist klar, dass dem Slowenen das seltene Kunststück, alle vier Springen einer Vierschanzentournee zu gewinnen, verwehrt bleiben wird. In der Gesamtwertung baute Prevc seine Führung dennoch aus. Mit nun 895,8 Punkten liegt er 41,4 Zähler vor Österreichs Jan Hörl, der den Wettbewerb in Innsbruck mit 269,6 Punkten auf Platz vier beendete.
„Ich muss mich daran erinnern, warum ich mit dem Skispringen angefangen habe. Man muss es genießen, sich entspannen und es so machen, wie es ein Kind tun würde“, erklärte Prevc im Anschluss mit Blick auf das Finale in Bischofshofen.
Stephan Embacher konnte seine Führung aus dem ersten Durchgang im Finale nur hauchdünn nicht verteidigen. Am Ende standen für den österreichischen Youngster 275,8 Punkte und Rang drei zu Buche. Gerade einmal 0,7 Punkte trennten ihn vom Tagessieg. Mit der Platzierung springt der 19-Jährige zu seinem zweiten Podest in seiner Karriere.
Platz fünf ging an Felix Hoffmann, der mit Sprüngen auf 126,5 und 126 Meter bei 267,2 Punkte in der Tageswertung landet. Die Top Ten komplettierten Daniel Tschofenig (255,3 Punkte), Anže Lanišek (253,6), Kacper Tomasiak (252,0), Jason Colby (250,9) und Ryoyu Kobayashi (250,7).
