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Lanisek holt dritten Weltcup Sieg der Saison

Der Slowene Anze Lanisek sichert sich seinen dritten Sieg dieser Saison im polnischen Zakopane vor den beiden Österreichern Jan Hörl und Manuel Fettner. Im ersten Super Team Wettbewerb der Männer gewinnt das Team aus Österreich überlegen vor Slowenien und Polen.

Lanisek holt dritten Weltcup Sieg der Saison
Nach der Tournee ist vor dem nächsten Weltcup. Nur wenige Tage nach dem Dreikönigsspringen stand an diesem Wochenende bereits der nächste Weltcup im polnischen Zakopane auf dem Weltcupkalender. Insgesamt sechs Springer aus den Top Ten verzichteten auf einen Start, um sich zu regenerieren. Darunter Daniel Tschofenig und Stefan Kraft aus Österreich, Felix Hoffmann und Philipp Raimund aus Deutschland sowie Ren Nikaido und Ryoyu Kobayashi aus Japan.
Das Wochenende in Zakopane begann mit der Qualifikation, in der sich Manuel Fettner aus Österreich an die Spitze setzte. Mit einem Sprung auf 138 Meter entschied er den Vorkampf für sich und ließ Jan Hörl sowie Anze Lanisek hinter sich. Bereits hier deutete sich an, dass die österreichischen Springer auf der Schanze in Zakopane auch ohne Tschofenig und Kraft in starker Form unterwegs sind.
Am Samstagabend folgte der erste Super Team Wettbewerb der Saison, der klar vom Team aus Österreich, vertreten durch Jan Hörl und Stephan Embacher, geprägt wurde. Das österreichische Duo sammelte im Verlauf der drei Wertungsdurchgänge insgesamt 805,9 Punkte und sicherte sich damit einen überlegenen Sieg mit 47,6 Punkten Vorsprung auf das zweitplatzierte Team aus Slowenien. Schon früh übernahmen Hörl und Embacher die Führung und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Besonders Hörl machte mit zwei Sprüngen auf jeweils 141 Meter Eindruck. Hinter Österreich belegte Slowenien mit Timi Zajc und Anze Lanisek den zweiten Platz mit 758,3 Punkten, während sich Polen dank starker Leistungen von Dawid Kubacki und Kacper Tomasiak mit 741,8 Punkten Rang drei vor heimischem Publikum sicherte.
Halvor Egner Granerud gelang in seinem letzten Durchgang kein idealer Sprung, was für Norwegen den Verlust des Podestplatzes bedeutete, sodass sich das Team knapp geschlagen geben musste. Umso größer war die Freude beim heimischen Publikum über den Podestplatz der polnischen Mannschaft. Die Schweiz folgte auf Platz fünf vor dem deutschen Team. Die Mannschaften aus den USA, Japan, Frankreich, der Türkei und Kasachstan qualifizierten sich nicht für den finalen Durchgang und schieden auf den Plätzen neun bis 13 aus. Das Team aus Italien wurde bereits vor dem ersten Sprung disqualifiziert und konnte daher nicht in den Verlauf des Wettkampfes eingreifen.
 
Das Einzelspringen am Sonntag stand ganz im Zeichen schwieriger Bedingungen. Dichter Schneefall verlangte den Athleten auf der Großschanze alles ab und sorgte für ein wechselhaftes Wettkampfgeschehen. Anze Lanisek erwies sich davon unbeeindruckt und feierte mit Sprüngen auf 138 und 137 Meter seinen ersten Sieg im polnischen Zakopane. Mit insgesamt 278,1 Punkten setzte sich der Slowene gegen Jan Hörl durch, der nach der Tagesbestweite von 144,5 Metern zur Halbzeit noch mit einem Punkt Vorsprung geführt hatte, im Finale jedoch nicht mehr ganz an seine Leistung anknüpfen konnte. Eine Weite von 135,5 Metern im zweiten Durchgang bedeutete schließlich 13,3 Punkte Rückstand auf Lanisek und Platz zwei für den Österreicher. Manuel Fettner komplettierte mit 262,7 Punkten und konstanten Weiten auf 135,5 und 135 Meter das Podest.
Während Lanisek seinen elften Weltcupsieg und bereits den dritten in diesem Winter verbuchte, verlief der Wettkampf für den Springer im Gelben Trikot und Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc enttäuschend. Nach Platz zwölf im ersten Durchgang fiel der Slowene im Finale deutlich zurück und landete schließlich nur auf Rang 27.
Vor rund 30.000 Zuschauern verpasste Polens Routinier Kamil Stoch bei seinem letzten Heimauftritt den Finaldurchgang, bester Athlet des Gastgeberlandes wurde Kacper Tomasiak auf Rang elf. Trotz seines schwachen Ergebnisses behauptete Domen Prevc das Gelbe Trikot des Gesamtweltcupführenden und geht weiterhin mit deutlichem Vorsprung in die kommenden Wettbewerbe.