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Embacher dominiert turbulentes Wochenende in Vikersund

Zum Auftakt des Skiflug-Wochenendes in Vikersund dominierte Domen Prevc zunächst Training und Qualifikation, ehe am Samstag Stephan Embacher mit seinem ersten Weltcupsieg überraschte. Der zweite Wettbewerb am Sonntag musste wegen schwieriger Windbedingungen abgesagt werden.

Embacher dominiert turbulentes Wochenende in Vikersund
Noch am Freitag konnte Prevc in der Qualifikation seine Klasse unter Beweis stellen. Bereits im Training dominierte der Gesamtweltcup-Sieger das Feld und untermauerte seine Favoritenrolle mit zwei Bestweiten, darunter ein spektakulärer Flug auf 245 Meter. Diese starke Form bestätigte der Slowene auch in der Qualifikation, die er mit 219,5 Metern klar für sich entschied. Hinter ihm reihten sich Isak Andreas Langmo auf Platz zwei sowie Ren Nikaido auf Rang drei ein. Das deutsche Team präsentierte sich geschlossen und qualifizierte sich mit allen sechs Athleten für den Wettkampf, konnte jedoch nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Bester DSV-Adler war Pius Paschke auf Rang elf, knapp vor Luca Roth. Auch Philipp Raimund, Geiger, Wellinger und Ben Bayer blieben hinter den Erwartungen zurück.
 
Am Samstag rückte dann ein anderer Athlet in den Mittelpunkt: Stephan Embacher feierte mit Flügen auf 232 und 225 Meter seinen ersten Weltcupsieg. Mit insgesamt 459,1 Punkten setzte sich der 20-Jährige vor Tomofumi Naito und Johann Andre Forfang durch. Embacher hatte bereits im ersten Durchgang die Führung übernommen und ließ sich den Sieg auch im Finale nicht mehr nehmen. Prevc hingegen konnte seine starke Form nicht ganz bestätigen und fiel nach einem schwächeren zweiten Sprung auf Rang fünf zurück. Aus deutscher Sicht sorgten vor allem Andreas Wellinger und Karl Geiger für Lichtblicke: Wellinger belegte Rang sieben, Geiger wurde Neunter. Philipp Raimund zeigte mit einer neuen persönlichen Bestweite zwar eine Leistungssteigerung, kam aber nicht über Platz 18 hinaus. Paschke sammelte als 26. weitere Punkte, während Roth und Bayer den Finaldurchgang verpassten.
 
 
Der für Sonntag geplante zweite Wettbewerb musste dann jedoch abgesagt werden. Starke und wechselhafte Windbedingungen machten ein sicheres Springen unmöglich. Trotz mehrfacher Verschiebungen entschied die Jury schließlich, den Wettkampf endgültig zu streichen. Bereits zuvor war die Qualifikation nach nur neun Springern abgebrochen worden.
 
Überschattet wurde der Tag von einem schweren Sturz von Tomasiak, der nach einem Sprung auf 192 Meter regungslos im Auslauf liegen blieb und medizinisch versorgt werden musste. Glücklicherweise gaben die Teamverantwortlichen später Entwarnung: Der 19-Jährige erlitt offenbar keine schweren Verletzungen, klagte jedoch über Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule und wurde vorsorglich untersucht.
 
Nach dem turbulenten Wochenende in Vikersund richtet sich der Blick nun auf das große Saisonfinale: Im slowenischen Planica endet die Weltcup-Saison traditionell mit zwei Einzel- und einem Teamwettbewerb - ein würdiger Abschluss einer spektakulären Skiflug-Saison.