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„Domenator“ Prevc holt sich den Titel

Der Slowene Domen Prevc hat sich erstmals in seiner Karriere den Gesamtsieg der 74. Vierschanzentournee gesichert. Der 26-Jährige belegte beim abschließenden Springen in Bischofshofen Rang zwei hinter dem Österreicher Daniel Tschofenig und verteidigte damit souverän seine Führung in der Gesamtwertung. Hinter Prevc und Jan Hörl komplettiert der erst 19-jährige Stephan Embacher das Podest der Tournee.

„Domenator“ Prevc holt sich den Titel
Was für ein Finale am Dreikönigstag: Bei erneut frostigen Temperaturen ging die 74. Vierschanzentournee vor 12.500 Zuschauern auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen zu Ende. Domen Prevc musste sich im letzten Bewerb zwar geschlagen geben, durfte sich mit Rang zwei in der Tageswertung aber dennoch über den größten Erfolg seiner Karriere freuen.
Den Tagessieg sicherte sich Lokalmatador Daniel Tschofenig. Der Österreicher setzte sich mit zwei starken Sprüngen vor dem Gesamtsieger Prevc und dem Japaner Ryoyu Kobayashi durch. Kobayashi komplettierte mit Weiten von 137 und 138 Metern sowie 299,6 Punkten das Podest und verpasste Rang zwei dabei um lediglich 0,2 Punkte.
Knapp hinter dem Podest folgte ein starkes österreichisches Mannschaftsergebnis. Jan Hörl belegte mit Sprüngen auf 135,5 und 139 Meter Rang vier, nur 0,7 Punkte trennten ihn vom dritten Platz. Dahinter reihten sich Stephan Embacher auf Rang fünf, Stefan Kraft auf Platz sechs und Manuel Fettner auf Rang sieben ein.
Für den weitesten Sprung des Tages sorgte Ren Nikaido. Der Japaner landete im zweiten Durchgang bei beeindruckenden 141 Metern, musste sich in der Tageswertung mit insgesamt 281,8 Punkten jedoch mit Rang acht begnügen. Die Top Ten komplettierten Anze Lanisek aus Slowenien (281,4 Punkte) sowie Felix Hoffmann, der mit Weiten von 133 und 137 Metern und 279,9 Punkten Zehnter wurde.
Mit dem zweiten Platz in Bischofshofen machte Domen Prevc seinen ersten Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee perfekt. Exakt zehn Jahre nach dem Triumph seines Bruders Peter gewann der „Domenator“ den Goldenen Adler mit einem Vorsprung von 42,3 Punkten. Rang zwei in der Gesamtwertung ging an Jan Hörl, der in den vier Tourneespringen insgesamt 1.153,3 Punkte sammelte. Sein Teamkollege Stephan Embacher sorgte mit Platz drei für eine weitere österreichische Erfolgsgeschichte.
Domen Prevc zeigte sich nach dem Gewinn des Goldenen Adlers überwältigt:
„Es ist ein sehr, sehr spezieller Moment für mich. Es ist zehn Jahre nach Peters Sieg und jetzt habe ich ihn. Jetzt bin ich wirklich total geflasht von den ganzen Emotionen. Und jetzt trinke ich echt mal ein Glas Bier und dann kommen wir alle zusammen. Und es ist großartig, dass ich es geschafft habe, in der besten Form die Tournee zu gewinnen. Und das ist jetzt das Resultat von meiner tollen Arbeit und auch eine Hingabe an diesen Sport und die ganze Stabilität über diese Saison.“
Jan Hörl fasst den Wettkampf in Bischofshofen und sein Abschneiden in der Tournee wie folgt zusammen: „Ich glaube, letztes Jahr war Bischofshofen absolut genial, mit allem, was passiert ist. Aber ich glaube, es war heuer fast ein bisschen weniger Erwartung. Ich habe viel weniger Druck gehabt, habe es mehr genießen können. Die Sprünge waren sehr in Ordnung. Ich glaube, da darf ich jetzt nicht mehr großartig meckern. Aber es war ein absolut genialer Tag. Also ich würde auch sagen, nach diesem Sieg heute darf man auf keinen Fall mehr meckern.“