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Domen Prevc gewinnt auch zweites Springen der Tournee
Domen Prevc feiert einen Sieg nach dem anderen. Nach der gewonnenen Qualifikation am Silvestertag sichert sich der Slowene auch beim zweiten Stopp der Vierschanzentournee den Sieg. Österreichs Jan Hörl fliegt auf Platz zwei, vor seinem Teamkollegen Stephan Embacher.

Wie es die Tradition verlangt, fand am 1. Januar 2026 das Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen statt. Bei Kaiserwetter wurde der Wettbewerb vor einem ausverkauften Stadion an der Großen Olympiaschanze ausgetragen und bot den 22.000 Zuschauern eine beeindruckende Show.
Im ersten Wertungsdurchgang setzte Jan Hörl mit einem Sprung auf 141 Meter ein starkes Zeichen und hätte damit den amtierenden Dominator Prevc unter Druck setzen können. Doch Domen Prevc zeigte sich davon unbeeindruckt. Der Slowene konterte umgehend und setzte mit einem Flug auf 143 Meter ein klares Ausrufezeichen, das ihm souverän die Führung nach dem ersten Durchgang einbrachte.
Auch im Finaldurchgang ließ der Slowene keine Zweifel daran, wer die Schanze und das Geschehen am Neujahrstag beherrschte. Jan Hörl zeigte mit einer Weite von 131,5 Metern zwar einen soliden Sprung, der ihm zwischenzeitlich die Führung einbrachte. Doch Domen Prevc segelte erneut auf starke 141 Meter und sicherte sich damit den Tagessieg. Mit seinem zweiten Erfolg auf der Tournee baute der Slowene seine Führung in der Gesamtwertung auf 619,8 Punkte aus und liegt damit deutlich vor Jan Hörl, der im Zwischenranking 584,8 Punkte aufweist.
Domen Prevc nach seinem zweiten Sieg bei der Tournee: „Es sieht einfach aus, aber nur wenige Menschen sehen, dass ich um 7 Uhr aufgestanden bin und dass von 7 Uhr bis zum Wettkampf immer alles darauf ausgerichtet ist, auf der Schanze eine gute Leistung zu bringen. Man muss immer noch streng mit sich selbst sein und seinen Körper in einen Modus voller Konzentration versetzen.“
Besonders erfreulich verlief der erste Wettkampf im neuen Jahr für Youngster Stephan Embacher. Der 19-Jährige aus dem österreichischen Team lag nach dem ersten Durchgang mit 134 Metern und Rang vier bereits in aussichtsreicher Position für einen Podestplatz. Im zweiten Durchgang überflügelte er die Konkurrenz mit 141,5 Metern und verdrängte damit Ren Nikaido sowie Ryoyu Kobayashi (Japan) auf die Plätze vier und fünf. Für Embacher bedeutet dies die erste Podestplatzierung bei der Vierschanzentournee in seiner noch jungen Karriere.
Im Hinblick auf die deutschen Athleten bei ihrem zweiten Heimweltcup im Rahmen der Tournee zeigten Felix Hoffmann und Philipp Raimund erneut starke Leistungen. Die beiden flogen jeweils auf die Plätze sechs und sieben. Die Top Ten werden komplettiert durch Kacper Tomasiak (Polen) auf Rang acht, Daniel Tschofenig (Österreich) auf Rang neun und Maximilian Ortner (Österreich) sowie Gregor Deschwanden (Schweiz) auf Rang zehn.
Weniger erfreulich verlief der Wettkampf für Domen Prevc’ slowenischen Teamkollegen Timi Zajc. Bereits beim Auftakt in Oberstdorf war er wegen eines um drei Millimeter zu großen Anzugs kurz vor der Siegerehrung disqualifiziert worden. Auch beim zweiten Wettbewerb der Vierschanzentournee ereilte ihn dieses Schicksal erneut. Diesmal wich sein Anzug um vier Millimeter von der Norm ab, weshalb Zajc bereits vor seinem ersten Sprung im K.O. - Duell disqualifiziert wurde. Für Timi Zajc hatte dies zudem eine Rote Karte zur Folge.
