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Lanisek in Tschaikowski nicht zu schlagen

11.09.2017 · 13:12

Slowene pulverisiert Schanzenrekord. Dawid Kubacki (POL) muss Führung in der Gesamtwertung abgeben.

Anze Lanisek gewinnt beide Springen beim Sommer-Grand-Prix-Wochenende in Tschaikowski.

 

Nach Platz zehn im ersten Durchgang startete er beim ersten Wettbewerb am Samstag eine furiose Aufholjagd. Zur Halbzeit sah an diesem Tag noch alles nach einem Sieg des Norwegers Johann Andre Forfang aus. Mit einem Satz auf 143 Meter wendete Lanisek aber das Blatt und sicherte sich in einem dramatischen Finale doch noch den Sieg. Der 21-jährige war in Abwesenheit zahlreicher Top-Springer schon im Vorfeld als Favorit gehandelt worden. Mit ihm auf dem Podest standen gleich zwei Springer aus dem Gastgeberland - die beiden Russen Evgeniy Klimov (132 und 137,5 m) und Denis Kornilov (136,5 und 127,5 m) belegten die Plätze zwei und drei. Der zwischenzeitlich führende Forfang ließ in Durchgang zwei lediglich 125,5 Meter folgen und landete am Ende nur auf Rang vier.

Gleich mehrere namhafte Athleten sind hinter den Erwartungen geblieben. So verpasste der Slowene Jurij Tepes den Finaldurchgang als 31. ebenso wie der ehemalige Vierschanzentournee-Sieger Jakub Janda aus Tschechien (38.) und die beiden Norweger Anders Fannemel (39.) und Kenneth Gangnes (46.).

 

Am zweiten Tag sorgte besonders der Wind für Dramatik. Bereits vor dem Wettkampf entschied sich die Jury dazu, den zweiten Wettbewerb des Wochenendes auf die benachbarte und weniger windanfällige Normalschanze zu verlegen. Weil es zuvor nur einen Trainingsdurchgang und keine Qualifikation gab, waren alle 56 Athleten im ersten Wertungsdurchgang startberechtigt. Mehrmals musste das Springen wegen des heftigen Aufwinds unterbrochen werden. Doch am Ende war es wieder Lanisek, der die Nase vorn hatte. Mit einem unglaublichen Sprung auf 109,5 Meter überbot er locker den Schanzenrekord und stand erneut ganz oben auf dem Treppchen. Hinter ihm folgten der Japaner Junshiro Kobayashi (105 m) und Klimov (103 m), der wie schon am Vortag jubeln durfte.

 

Für Deutschland ging einzig und allein Martin Hamann an den Start. Für ihn reichte es zu den Plätzen 26 und 36. Auch der Kern der österreichischen Mannschaft ging in Russland nicht an den Start. Für Markus Schiffner und Clemens Aigner reichte es immerhin zu jeweils einem 14. Platz. Die meisten Springer aus Österreich traten beim Continentalcup in Stams an. Dort gab es einen Doppelsieg der Alpenrepublik. Daniel Huber gewann vor Stefan Kraft.

 

Mit den beiden Siegen in Tschaikowski übernimmt Lanisek auch die Führung in der Gesamtwertung. Mit insgesamt 331 Punkten setzt er sich vor Kobayashi (314) an die Spitze. Der Pole Dawid Kubaci, der die ersten drei Grand-Prix-Wettbewerbe gewonnen hatte und in Tschaikowski nicht am Start war, fällt mit 300 Zählern auf den dritten Rang zurück.

 

 

 

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