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Kobayashi-Festspiele in Hakuba

28.08.2017 · 14:48

Wechselnde Windverhältnisse sorgen für Spannung. Lukas Wagner (GER) beim Debüt zweimal disqualifiziert.

Junshiro Kobayashi (JAP) gewinnt beide Springen am 26. und 27. August in Hakuba und sorgt für ein japanisches Traumwochenende.

Am Samstag setzte sich der 26-jährige in einem hochspannenden Finale auf der Olympiaschanze von 1998 gegen den Norweger Kenneth Gangnes durch, der auf 128 und 128,5 Meter kam. Rang drei sicherte sich der zuletzt im Continental Cup erfolgreiche Pole Klemens Muranka. Kobayashi setzte den Grundstein für seinen Erfolg bereits im ersten Durchgang. Mit einem Satz auf 130 Meter und großem Vorsprung schien ihm der Sieg kaum noch zu nehmen. Doch die wechselnden Windverhältnisse machten den Wettkampf noch einmal spannend.

 

Am zweiten Tag behauptete Kobayashi sich in einem ebenfalls spannenden Finale gegen seinen sechs Jahre jüngeren Bruder Ryoyu. Dabei sah nach dem ersten Durchgang noch alles danach aus, als würde der Jüngere an diesem Tag die Nase vorn haben. Mit einem Satz auf 134,5 Meter blieb er nur anderthalb Meter hinter dem von Simon Ammann (SUI) aufgestellten Schanzenrekord zurück und setzte sich klar an die Spitze. In Durchgang zwei zeigte der 20-jährige aber dann Nerven und ließ nur 120 Meter folgen. Junshiro bewies bei durchweg wechselnden Windverhältnissen mit Sprüngen auf 130 und 126,5 Meter mehr Konstanz und holte sich so doch noch den Sieg. Auf Rang drei landete Anze Lanisek aus Slowenien.

 

In Abwesenheit zahlreicher Top-Athleten wie den zuletzt dominierenden Polen Dawid Kubacki und Maciej Kot waren die Augen vor dem Wochenende besonders auf das japanische Urgestein Noriaki Kasai (JAP) gerichtet, der in Hakuba sein Saisondebüt feierte. Für den 45-jährigen reichte es am Ende aber nur zu den Plätzen 13 und 14. Auch Simon Ammann hatte sich auf einer seiner Lieblingsschanzen mehr ausgerechnet. Mit zwei sechsten Plätzen konnte der Schweizer nicht um den Sieg mitspringen.

 

Für eine Kuriosität sorgte der deutsche Grand-Prix-Debütant Lukas Wagner. Nachdem er am Vortag bereits wegen eines irregulären Sprunganzugs disqualifiziert wurde ging er am Sonntag mit demselben Anzug an den Start und wurde prompt wieder aus der Konkurrenz genommen. Pius Paschke, der zweite deutsche Starter kam auf die Plätze 15 und 16. Die österreichische Mannschaft hatte die Reise nach Hakuba geschlossen nicht angetreten.

 

In der Gesamtwertung stürmt Junshiro Kobayashi damit in die Top drei. An der Spritze bleibt aber weiterhin Kubacki, gefolgt von Kot.

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